Strategische Unternehmensplanung mit Hilfe der Portfolio-Technik

Strategische Unternehmensplanung
mit Hilfe der Portfolio-Technik

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Weitere Portfolio-Typen

Als weitere Ausprägungen der Portfolio-Planung, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll, können genannt werden:

  • Branchenattraktivitäts/Geschäftsfeldstärken-Portfolio von McKinsey
  • Geschäftsfeld-/Ressourcen-Portfolio von Ansoff/Leontiades
  • Markt/Lebenszyklus-Portfolio von ADL
  • Kombinationssatz von Krautter/Link
  • Forschungs- und Entwicklungsportfolio von Foster/Wood
  • Beschaffungsmarkt/Unternehmensstärken-Matrix von Kraljic
  • Rentabilität/Netto-Finanzmittel-Portfolio nach Little

Daneben existieren in der Literatur eine Reihe von speziellen Vorschlägen, deren Darstellung den Rahmen dieses Beitrags sprengen würde. Die betriebswirtschaftliche Interpretation der einzelnen Portfolio-Typen spielt in diesem Zusammenhang auch keine so große Rolle, da es im Rahmen dieses Beitrag speziell um die prrammgestützte Darstellung bzw. Durchführung und Umsetzung der Portfolio-Technik geht.

Das MBS-Portfolio

Eine interessante darstellungsform liefert das MBS-Portfolio. Die von der schweizer Unternehmensberatung MBS AG noch zu MS-DOS Zeiten entwickelte und für ihre Kunden eingesetzte PC-Software MBS-Portfolio ging in ihrer Darstellungsform der Portfolios über das gebräuchliche Kreis-Plazierungs-Schema hinaus. Neben dem Kreis als Grundfläche gestattete die Software, eine weitere Größe in Form eines Sektors im Kreis darzustellen.

Damit lassen sich im gegensatz zum normalen Portfolio zwei Kenngrößen gleichzeitig darstellen:

MBS-Portfolio

MBS-Portfolio

Die strategischen geschäftseinheiten, die anhand ihrer Kennziffer identifiziert werden, werden zunächst anhand der ersten Größe in der Portfolio-Matrix plaziert. Soll eine zweite Größe angezeigt werden, so wird diese als Sektor auf den Kreis projiziert.

Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine spezielle theoretisch fundierte Abwandlung der gebräuchlichen Portfolios, sondern lediglich um die Visualisierung einer weiteren Information in einem Portfolio. Wie diese zusätzliche Kennzahl zu interpretieren ist und was sie darstellt, bleibt dem programm bzw. dem Anwender überlassen, der diese Portfolios einsetzt.

Generell sind Portfolio-Darstellungen zunächst nur eine Visualisierung von Daten, deren Interpretation dem Anwender überlassen bleibt. Sie haben in diesem Sinne für den Entwickler eine Bedeutung ähnlich der Charts für Börsenkurse oder Datenbankauswertungen, auf die sich letztlich auch Anwendungen der Portfolio-Analyse stützen.





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